Straßensozialarbeit: Im Gespräch mit dem Landrat

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Die Kreisjugendring-Vorsitzende berichtet von ihrem Gespräch mit Landrat Michael Sack

In den letzten Monaten bewegte uns die Problematik, dass sich der Landkreis aus der Finanzierung der Straßensozialarbeit in Greifswald zurückziehen wolle. Unter dem Slogan "Jugendarbeit auf den Prüfstand" titelte der Nordkurier diese Problematik auf. Dabei gab es dann natürlich Gegenwind - nämlich von denen, die jahrelang Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit leisten, sich um die Kids in den Jugendhäusern und auf der Straße kümmern. In einer Online-Petition sammelten wir Unterschriften, um auf das Thema aufmerksam zu machen. Der Kreisjugendring Vorpommern-Greifswald e.V. positionierte sich - und natürlich auch ich als Vorsitzende und langjährige Unterstützerin der Jugendarbeit in verschiedenen Gremien. Gern nahm ich ein Gesprächsangebot des Landrates, Herrn Sack, dazu an. Sowohl der Landrat als auch ich legten ihre Ansichten dar und konnten konstruktiv miteinander umgehen.

Streetwork in Greifswald sollte neu gedacht werden, so der Landrat, im Zusammenhang mit der Jugend-Berufs-Agentur, einem Bündnis aus Agentur für Arbeit (Berufsfindung). Jobcenter und Landkreis sowie den anderen Bündnispartnern von freien Trägern, welche sich schon lange Jahre in Projekten um Jugendliche auf der Straße kümmerten. Diese Idee ist gut, aber auch nicht richtig neu. Es gibt ja schon viele Erfahrungen dazu. Die beiden Streetworker sind in der Zwischenzeit an zwei Schulen direkt tätig, und können dort sicher aus ihren Erfahrungen Nutzen für die Schüler*innen ziehen. Wichtig aus meiner Sicht für die Zukunft wäre, dass alle Beteiligten mitgenommen würden und es nicht den Anschein hat, Verwaltung bestimme über Politik

Meine Meinung ist, dass mobile Angebote mehr denn je wichtig sind, damit die jungen Menschen auf dem Land nicht vergessen werden. Vorstellbar wäre ein Bus, welcher besonders in den dörflichen Regionen Angebote machen könnten, angefangen von Freizeitangeboten bis hin zur Möglichkeit, Bewerbungen zu schreiben und vor Ort beraten würden. Da könnten bspw. die neuen Gemeindehäuser eingebunden werden. Dazu bedarf es aber starker Träger und einer gesicherten Finanzierung.

Ich nutzte die Gelegenheit und berichtete im Gespräch über den Kreisjugendring Vorpommern-Greifswald e.V. und dessen aktuelle Aktivitäten. Herr Sack würde gern die Vollversammlung des Kreisjugendring Vorpommern-Greifswald e.V. besuchen, um die Mitglieder kennenzulernen und sich mit uns auszutauschen. Ich bin sicher, es gibt viele Themen dafür.

Petra Freimuth
Vorsitzende Kreisjugendring Vorpommern-Greifswald e.V.

(Beitragsbild: Greifswald TV)

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