Nur 1,32 Euro mehr pro Kopf?

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Kreisjugendring kritisiert angekündigte Jugendförderung

Der Kreisjugendring Vorpommern-Greifswald e.V. (KJR VG) reagiert mit Unverständnis auf die Pläne der Landesregierung, die jährliche Pro-Kopf-Pauschale der Jugendförderung in Mecklenburg-Vorpommern um lediglich 1,32 Euro zu erhöhen. Die vorgesehene Förderung wurde diese Woche durch Medienberichte publik und stößt auch beim Landesjugendring und in der Kommunalpolitik auf Kritik.

Die Landeszuschüsse betragen bislang 5,11 Euro pro 10- bis 26-Jährige/m im Landkreis. 1998 wurde die Pro-Kopf-Pauschale auf 10 DM festgelegt. Der Landkreis gibt Mittel in gleicher Höhe dazu, um die Jugendarbeit zu finanzieren. Die Anpassung von 5,11 Euro auf 6,43 Euro ist Ergebnis der sogenannten „Chefgespräche“ im Zuge der Haushaltsplanungen 2020/21, die dem Landtag im Herbst vorgelegt werden.

 „Seit 20 Jahren sind die Summen unverändert. Vielerorts wurde die Jugendarbeit gekürzt oder ersatzlos gestrichen, während gerade im ländlichen Raum die Herausforderungen gestiegen sind. In Zeiten gestiegener Verrohung, Gewaltbereitschaft und menschenfeindlicher Parolen leistet insbesondere Jugendarbeit einen Beitrag dazu,
junge Menschen aktiv für ein vielfältiges und tolerantes Zusammenleben zu gewinnen. Mit 1,32 Euro setzt die Landesregierung eindeutig falsche Signale. Der Betrag ist enttäuschend gering und liegt unterhalb der Inflationsrate. Die Erhöhung muss deutlich höher ausfallen“, so Dittmar Vonau, Vorsitzender vom Kreisjugendring.

Mit Besorgnis sieht der Kreisjugendring die vorgesehene Verschiebung der Altersgruppe. Statt wie bislang die 10- bis 26-Jährigen sollen zukünftig lediglich die 6- bis 21-Jährigen als Fördergrundlage angerechnet werden.
„Die Verschiebung führt die Erhöhung ad absurdum. In Vorpommern-Greifswald würden nach jetzigem Bevölkerungsstand etwa 1.500 junge Menschen nicht berücksichtigt werden. Durch den demografischen Wandel könnten die Zuschüsse zukünftig sogar sinken. Die Herabsetzung von 26 auf 21 Jahren widerspricht den rechtlichen Grundsätzen der Jugendhilfe und ist fachlich fragwürdig. Jugendarbeit erreicht junge Menschen zwischen 6 und 26 Jahren. Die Pro-Kopf-Förderlogik greift hier eindeutig zu kurz“, erklärt Tino Höfert, jugendpolitischer Koordinator der Jugendringe im Landkreis Vorpommern-Greifswald.

„Der Kreistag hat im vergangenen Jahr unseren Appell für eine höhere Jugendförderung mit großer Mehrheit beschlossen. Die Änderung vom Kinder- und Jugendförderungsgesetz muss mehr sein als nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Die mangelhafte Finanzierung darf nicht auf den Rücken der freien Träger und hauptamtlichen Fachkräfte ausgetragen werden. Wir erwarten von der Landesregierung und auch vom Landrat, dass die Jugendarbeit als Pflichtaufgabe in unserer Region endlich auskömmlich gefördert und langfristig gesichert wird“, so Dittmar Vonau.

Weitere Informationen:

Tino Höfert
Jugendpolitischer Koordinator der Jugendringe

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit möchten wir Sie auf die Stellungnahme des Kreisjugendringes Vorpommern-Greifswald e.V. (KJR VG) zur angekündigten Änderung der Jugendförderung in Mecklenburg-Vorpommern aufmerksam machen.
Wir bitten um Berücksichtigung und würden uns über eine Veröffentlichung und Berichterstattung freuen.

Ansprechpartner für Rückfragen:
Dittmar Vonau, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 0170 7540 723
Tino Höfert, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 03834 898 330

Kreisjugendring Vorpommern-Greifswald e.V.

Haußmannstraße 12
17309 Pasewalk
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Fax: 03973/210395
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