Jugend- und Schulsozialarbeit braucht langfristige Sicherheit

Der Kreisjugendring Vorpommern-Greifswald e.V. (KJR VG) begrüßt die Entscheidung, dreijährige Leistungsvereinbarungen mit Trägern der Jugendsozialarbeit und Schulsozialarbeit abzuschließen. In seiner gestrigen Sitzung verabschiedete der Kreistag Vorpommern-Greifswald mit großer Mehrheit die Vereinbarungen für den Zeitraum 2018 bis 2020. Lediglich die NPD-Fraktion stimmte gegen die Vorlage.

"Wir freuen uns, dass unsere Forderung endlich umgesetzt wird. Mit dem Beschluss bekommen freie Träger und Fachkräfte mehr Sicherheit: Statt einjährige können nun dreijährige Arbeitsverträge abgeschlossen werden. Gute Jugendarbeit erfordert Beständigkeit. Sichere Jobs und eine auskömmliche Finanzierung sind hierfür unerlässlich", schätzt Tino Höfert, jugendpolitischer Koordinator der Jugendringe, ein. Gegenwärtig fördert der Landkreis insgesamt 58 Stellen in der Schulsozialarbeit und 21 Stellen in der Jugendsozialarbeit. Die Entscheidung, ob die Personalstellen weitergefördert werden, fiel bislang häufig erst zum Jahresende.
"Es ist sehr zu empfehlen, die Vereinbarungen auch in den Städten und Gemeinden abzuschließen, die Jugend- und Schulsozialarbeit kommunal bezuschussen. Ebenso sollten weitere Personalstellen in der Jugend- oder Gemeinwesenarbeit langfristig gesichert werden", regt Höfert an.

Aus Sicht des Kreisjugendringes ist auch Kritik angebracht: Die Vereinbarungen beziehen sich größtenteils auf Mittel, die aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) stammen und vom Land Mecklenburg-Vorpommern an den Landkreis weitergeleitet werden. Daraus werden 50 Prozent der Personalkosten gedeckt. "Die ESF-Förderperiode läuft 2020 aus. Wie die Förderung der Jugend- und Schulsozialarbeit zukünftig aussieht, ist gegenwärtig noch vollkommen unklar. Damit wir 2021 keinen Einbruch erleben, braucht es so schnell wie möglich eine langfristige Strategie. Das Landesprogramm Schulsozialarbeit mag vielversprechend klingen, ist aber bei weitem nicht ausreichend. Der Landkreis steht in der Pflicht, Jugendarbeit vielfältig und flächendeckend zu erhalten", mahnt Tino Höfert.

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Pressemitteilung vom 20. Februar 2018

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